

©Kuber Shah
Johann Nikolaus Franz wuchs im Nordrhein-Westfälischem Rönsahl in einer
Musikerfamilie auf und spielt seit seinem 5. Lebensjahr Kontrabass. Neben
seinem Studium bei Prof. Andreas Wylezol und später Prof. Stanislav
Anischenko, holte er sich künstlerische Impulse von Nabil Shehata.
Nachdem er 2016 für ein Jahr als Solobassist des Baltic Sea Philharmonic
(das im selben Jahr mit dem europäischen Kulturpreis ausgezeichnet wurde)
fungierte, begann er im selben Jahr in gleicher Funktion beim ensemble
reflektor, das u.a. 2019 mit dem Nordmetall-Ensemblepreis der Festspiele
Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet wurde. Zur Zeit spielt er im
Württembergischen Kammerorchester in Heilbronn. Neben dieser Tätigkeit ist
er regelmäßig als Gastmusiker in führenden Kammerorchestern wie der
Kammerakademie Potsdam, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen
und dem Ensemble Resonanz unterwegs.
Konzertreisen führten ihn dabei u.a. ins Concertgebouw Amsterdam, der
Mariinsky Concert Hall und dem Théátre des Champs-Élysées Paris. Als
Orchester- und Kammermusiker ist er regelmäßig bei namhaften Festivals
wie den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, dem Rheingau Musikfestival
oder dem Beethovenfest Bonn zu hören.
2021 trat er zusammen mit Avi Avital, Sabine Meyer und Nils Landgren bei
den SOFA Sessions (SHMF) auf. Kammermusikalische Einspielungen sind
2022 bei Hänssler Classic und Alpha Classics erschienen. Zusammen mit
ensemble reflektor war er 2021 und 2022 bei ARTE Concert in einem Live-
Konzert aus der Elbphilharmonie Hamburg im Rahmen des Schleswig-
Holstein Musikfestivals zu erleben. Zudem ist er in dem Mittschnitt des
Konzerts „Venezianische Barocknacht“ gemeinsam mit Anastasia Kobekina
von Dezember 2022 in der Mediathek des NDR zu hören.
Solistisch widmet sich Nikolaus Franz vermehrt der zeitgenössischen Musik.
So führte er 2023 „in my bed“ von Joy Guidry in einer europäischen
Uraufführung im Theater Lüneburg auf. Auch mit dem E-Bass gibt es mit der
2025 erschienen Aufnahme von "RE-Wilding 2020 for chamber orchestra"
von Ying Wang eine Kostprobe seiner Leidenschaft für zeitgenössische
Musik.
Zudem nimmt er als kammermusikalischer Studiomusiker regelmäßig
spannende Produktionen wie den Soundtrack zum Oscar-nominierten
Dokumentarfilm "Cutting through rocks" auf, der auf dem Sundance Film
Festival den Grand Jury Preis gewann. Ein Film über die iranische
Frauenrechtsbewegung.
Johann Nikolaus Franz war Stipendiat der Villa Musica Rheinland-Pfalz und
spielt einen Bogen von Boris Fritsch.
